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18.2. Kilometerfressen in der Luft und auf der Straße

Das ganze Zirpen und Zwitschern rundherum ist schon was Spezielles. Und es gibt soviel Ruhe… Es ist grad 6 Uhr morgens  am 19.2. und ich hab mein Zimmer bereits verlassen. Sitz jetzt im Freien im Kings Canyon Resort. Und der Weg hierher war mehr als abenteuerlich. Aber alles der Reihe nach.
Gestern früh am 18. hab ich mir schön Zeit gelassen. Es hat wieder oder noch immer geregnet. Insgesamt mehr als 800mm in den vergangenen 48 Stunden. Nach einem ausgiebigen Frühstück noch schnell den Koffer gepackt, geduscht und im Internet gesurft – wer weiß, wann das das nächste Mal geht – und gegen 1130 Uhr hab ich dann ausgecheckt. Der Shuttlebus hat mich zum Flughafen gebracht und dort hieß es nach dem Einchecken warten. Mit einer halben Stunde Verspätung konnte dann der Flug nach Alice Springs starten. Und ich war schon gespannt auf diese Ecke von Australien. Oder besser gesagt auf das Zentrum.
Auf dem Weg wurden die Wolken immer weniger und bei der Ankunft in Alice Springs hatte es 35 Grad und Sonne aber gottseidank viel weniger Luftfeuchtigkeit als im Norden.
Direkt am Flughafen hat dann auch mein neuer bester Freund auf mich gewartet: ein Jeep, zwar nur ein 2WD, aber mit zuschaltbarem Allradantrieb. Und so gings auf den Weg Richtung Kings Canyon. Ich bin erst um 1730 Uhr vom Flughafen weggekommen und hatte ca. 350 km Fahrt vor mir.
Schon nach kurzer Zeit wurden auch hier auf dem Larapinta Drive die Autos weniger. Rechts und links in einiger Entfernung rote Felsen, rundherum alles ziemlich grün. Angeblich durch die Regenfälle so grün wie selten zuvor, normalerweise ist hier alles rot. Was hier vor allem total faszinierend ist, ist diese Weite. Und dass man ganz allein ist. Zwischen Alice Springs und dem Glen Helen Resort, meinem nächsten Halt zum Tanken sinds 130 km ohne irgendein Haus dazwischen. Nur Landschaft. Und zwar traumhaft schöne. Weiter als im Kakadu, wo alles flach ist und Du soviele Bäume hast, dass Du niemals weiter als ein paar Meter siehst.
Im Glen Helen Resort hab ich dann getankt und der Bursche dort hat gemeint, die Straße zum Kings Canyon, also der Mereenie Loop ist gut befahrbar. Ich soll nur aufpassen auf die Känguruhs und die Vögel, die jetzt in der Dämmerung und im Dunkeln unterwegs sind, weil ich sicher nicht will, dass mir einer von ihnen in die Windschutzscheibe kracht… Na gut, hab ich mir gedacht, wird so sein wie bei uns Fasane oder so. Aber weit gefehlt: die Fasane kennen wenigstens Autos und fliegen oder laufen weg. Die Vögel hier fliegen zwar auf, aber dann begleiten sie das Auto und fliegen rechts und links vor ihm her, dass ich geschaut hab, wie ich irgendwie vorbeikomm. Und das zig-Mal.
Die erste tierische Begegnung war aber eine andere: auf einmal stehen mitten auf der Straße Rinder. Direkt neben einem Schild, das vor Rindern warnt. Aber auf einer Piste, auf der man 100 km/h fahren darf. Und im Laufe der nächsten 200 km Sandpiste traf ich auf sechs oder sieben Herden wilder Pferde, unzählige Vögel und Kauze, Pferdeäpfel auf der Sandpiste, aus denen Schwammerl wachsen, einem Esel auf der Straße (außer mir;-), ein paar zerplatzte Reisen und als ich schon fast im Kings Canyon Resort angekommen bin, auf einmal noch ein Kameljunges mit seinen Eltern… Und das alles nur, weil ich nachts gefahren bin, am Tag sieht man höchstens den einen oder anderen Vogel neben der StraßeJ
Glücklich gegen 2230 Uhr im Resort angekommen gabs nur mehr eines: schlafenJ

20.2.11 06:28

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