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16.2. – Wasser Marsch!

Ohne dass ich jetzt vorgreifen will: ich sitz gerade in der Lounge des Darwin Airport Hotel und hab wieder mal viel Zeit. Es ist Mittwoch Abend und mein Flug, der heut Nachmittag gehen sollte, wird voraussichtlich erst am Samstag abfliege. Aber alles der Reihe nach…
Die Personenanzahl im Lake Bennet Wilderness Ressort hat sich über Nacht um ein Drittel verringert, erfahre ich beim Frühstück. Der Koch und der Manager waren gestern Abend noch in Darwin was trinken (eh nur ca. 90 km entfernt) und der Manager hat sich so einen umgehängt, dass er noch nicht wieder retour ist. Also frühstücke ich mit dem Koch gegen 9. Wir plaudern angeregt und er freut sich total, als ich ihm die Fotos vom Kakadu und Katherine Gorge National Park zeige. Er war nämlich noch nie dort… Ich find das faszinierend. Da leben Menschen so unmittelbar neben so wahnsinnig schönen Orten und waren noch nie dort. Gut, vielleicht liegts auch daran, dass er von den Phillipinen kommt;-) Jedenfalls bekomm ich noch einen Nachlass für das Abendessen, weil ich bar nicht genug mit hab und das Lesegerät für Kreditkarten nicht funktioniertJ
Er warnt mich noch, dass der Zyklon anscheinend über Nacht in Darwin war und ich möglicherweise nur über Umleitungen ans Ziel kommen werde. Und bei den Überschwemmungen soll ich vor allem auf die Schlaglöcher in den Straßen aufpassen. Na schau ma mal.
Auf dem Weg zum Stuart Highway kommt mir vor, dass die Floodways, also die Überschwemmungen über die Straßen weniger geworden sind als gestern. Obwohl es die ganze Nacht geregnet und gestürmt hat.  Der Stuart Highway ist dann ganz passabel befahrbar, die Schlaglöcher sind teilweise mühsam. Nur an einer Stelle werden die beiden Fahrtrichtungen zusammengelegt. Weil die Gegenfahrbahn bei einer Brücke komplett unter Wasser steht. Ich hör kurz vor Darwin im Radio die Unwetterwarnung und dass der Zyklon gestern Abend anscheinend wirklich einiges an Schaden hier angerichtet hat. Die Menschen sollen ihre Notfallspakete schnüren und weiter Radio hören, damit sie im Fall des Falles sichere Notunterkünfte aufsuchen können. Kurz darauf seh ich auch die Auswirkungen: viele Straßen stehen unter Wasser, Bäume sind entwurzelt und liegen neben den Fahrbahnen. Einmal schwimm ich mit meinem kleinen Hupfer sogar kurz auf, werden so an die 30cm Wasser gewesen sein… und das schon in Darwin selbst.
Bin froh, als ich dann im Casuarina Square ankomm und mein Auto in die Parkgarage stellen kann. Angeblich hat es über Nacht 385mm geregnet, soviel wie praktisch noch selten zuvor seit es Aufzeichnungen gibt. Australien will mir anscheinend zeigen, was es alles kannJ
Im Einkaufszentrum kauf ich mir ein neues Guthaben für mein Handy und kann ein Bissl im Internet surfen. Die letzten zwei Tage hatte ich ja keinen Zugang.
Und nach einem kurzen Mittagsmahl die nächste Neuheit. War das Center bei meinem Eintreffen noch ziemlich voll, sperren auf einmal die Geschäfte zu. Und eine Durchsage meint, dass wegen des Zyklons das Center um 14h schließt und alle das Gebäude verlassen sollen. Naja, dann begeb ich mich halt zum Flughafen. Hab allerdings schon vorher im Radio gehört, dass der Flughafen gesperrt ist. Und genauso ist es dann auch. Alle Flüge gecancelt, nichts geht mehr. Sieht so aus, als ob Darwin mich noch länger behalten möchteJ Wenigstens ist im Flughafenhotel Darwin Airport Resort noch ein Zimmer frei. Und nach ein paar Anrufen beim nächsten Hotel und beim Autovermieter in Alice Springs setz ich mich in die Hotellounge hier. So eine tolle Rezeption hab ich noch nie gesehen. Alles komplett offen, ohne Tür nach draußen. Dementsprechend steht hier auch alles unter Wasser. Kann denn dieser Regen gar nicht aufhören? Naja, mich stört er nicht, ist eh angenehm warm.

Auch der Anruf bei meiner Fluglinie gestaltet sich interessant. Angeblich wird frühestens morgen Abend der Flugbetrieb wieder aufgenommen und ich werd am Samstag nach Alice Springs weiterfliegen… Das bringt jetzt ein Bissl meinen Plan durcheinander, aber wenns so sein soll, ist es halt soJ Ich werd auch hier die Zeit genießen und Spaß haben. Wie zum Beispiel jetzt grad in der Lobby mit einer netten australischen Dame, die mir einiges über Sydney und Melbourne und vor allem über australischen Wein erzählt. Sehr lehrreich. Hab ich mir gleich ein Glaserl gönnen müssen. Gar nicht schlecht übrigens, der beste, den ich bisher hier getrunken hab. @Martina I.: nein, ich weiß nicht mehr, was für einer das ist und Weinbeschreibung gibts heut auch keine;-)

Und so wird heut nicht mehr viel passieren, höchstens noch lesen, ein wenig Fernsehen und genüsslich schlafen. Gute Nacht Australien, gute Nacht Welt!

16.2.11 11:40, kommentieren

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15.2. Natur pur

Das frühe schlafen Gehen hat auch viel für sich. Bin immer schon um 5 herum munter. Da ist es wenigstens noch ein Bissl angenehmer von der Temperatur her Und ich hab Zeit zum Bilder sortieren und Bloggen, zumindest dort, wo es Internet gibt. Um 6.30h bin ich klarerweise der erste und einzige zum Frühstück. Und dann gleich ausgecheckt und zum Nitmiluk Park oder auch Katherine Gorge National Park. Die nette Dame im Visitor Centre erklärt mir allen Ernstes, dass die Wege teilweise 40cm unter Wasser stehen, aber passierbar sind. Na das kann ja was werden. Ich entscheide mich für den Walk in die zweite Schlucht, die Butterfly Gorge. Schon auf den ersten Metern aus dem Visitor Centre raus weiß ich, dass das heut ein großartiger Tag wird: direkt vor mir laufen Känguruhs über den Weg und mustern mich und kurz später hör ich ein ziemliches Gekreische. Ich brauch ein paar Sekunden bis ich draufkomm, dass die Geräusche von den Fledermäuse sind, die direkt über mir in den Bäumen sitzen Die nächste Begegnung ist eine sehr respektvolle – meine erste Schlange in freier Wildbahn. Ich geh so den Weg entlang und spür auf einmal, dass rechts neben mir ein Lebewesen ist. Irgendwie weiß ich instinktiv, dass es eine Schlange ist und geh drei Meter weiter. Als ich mich dann umdreh, ist sie immer noch da. Echt wunderschön und wartet darauf, von mir fotografiert zu werden. Sie ist ca. einen Meter lang, eher ein wenig länger und glänzt gelb und silber und ist auf der Unterseite weiß. Überhaupt gibt’s hier total viele Tiere und faszinierende Pflanzen zu sehen. Wie gesagt, mein Facebook-Album dazu steht jedermann offen Die Landschaft ist auch traumhaft schön, zuerst geh ich noch auf einem Wanderweg auf dem Baruwei Walk. Dann noch ein Stück weiter zum Butterfly Gorge Walk. Da wirds schon interessanter: der Weg ist zwar zu Beginn noch da, aber komplett unter Wasser. Zwischendurch reicht es sogar bin zu meinen Knien, aber ich gewöhn mich schnell dran. Das Wasser ist sogar relativ warm und erheitert erinner ich mich an meine ersten Kilometer heut, an denen ich noch um die Pfützen am Weg einen Bogen gemacht hab;-) schließlich seh ich das Auto der Rangers, die Reifenspuren hab ich schon vorher gesehen. Kurz später begegnen mir auch die beiden Rangers, die zwei Bäume über dem Weg weggeräumt haben. Sie erzählen mir, dass ich nicht ganz runter bis zum Katherine River kann, weil zuviel Wasser steht, es aber trotzdem einige tolle Fleckerl auf dem Weg geben wird. Na dann! Und sie haben nicht zuviel versprochen. Die Landschaft ändert sich und wird mit dem Einstieg in die Butterfly Gorge zu einem tropischen Regenwald, bietet daher gottseidank auch Schatten. Das Wetter ist meist bedeckt heut, worüber ich sehr froh bin. Ist auch so anstrengend genug. Auf dem Weg treffe ich auf viele total schöne Pflanzen und auch Kleintiere. Einmal ist sogar eine Tarantelart dabei… Das Highlight hier unten ist aber auf jeden Fall ein kleiner Teich, der von einem Wasserfall befüllt wird. Hier bin ich wirklich in einer anderen Welt. Auf dem Rückweg bemerke ich, dass ich außer den Rangern hier noch keinem anderen Menschen begegnet bin. Auch das ist etwas ganz Spezielles. Obwohl ich schon ziemlich fertig bin, nehm ich auf dem Rückweg die ca. 2km in die nächste Schlucht zu Pat’s Lookout und dem Southern Rockhole in Kauf, weil man hier angeblich schwimmen kann. Die Aussicht von Pat’s Lookout über den Katherine River ist genial und hier treffe ich auch ein australisches Paar, das ich zum Southern Rockhole begleite. Bin sehr froh über ihre Gesellschaft, weil ich so jemanden hab, der mich beim Schwimmen dort fotografieren kann Mah, echt ein Traum und am liebsten wär ich noch lang dort geblieben, aber mich erwarten heut noch 250km Autobahn nach Lake Bennet. Den Rückweg zum Visitor Centre genieße ich einfach, auch weil der Akku von meinem Fotoapparat vor lauter Fotografieren schon leer ist. Nach einer kleinen Stärkung fahr ich los in Richtung Darwin auf dem Stuart Highway. Die Straße ist ganz gut, aber ich bin mir nicht sicher, wie weit ich komm. Die Dame im Visitor Center hat gemeint, dass wegen Überflutungen der Weg möglicherweise nicht passierbar ist… Es ist zwar die meiste Zeit ziemlich nass, aber problemlos zu fahren. In Pine Creek, einer ehemaligen Goldgräberstadt, die seit Goldfunden vor ein paar Jahren wieder lebt, tank ich kurz und frag dann in Adelaide River im dortigen Adelaide River Inn nach dem restlichen Weg. Der Barkeeper, ein lustiger kleiner Alter erklärt mir, dass es noch ca. 35km sind. Ich trink ein Bier – für alle Kenner des australischen Biers: ein Hahn Dry – und bewundere den ausgestopften Büffel, der als Lebender noch bei Crocodile Dundee mitgespielt hat Kurz nach Batchelor biege ich nach Lake Bennet ab und fahr 5km, auf denen die Straße immer wieder überflutet ist, und auch Steine wurden auf die Straße geschwemmt. Von den ausgeschwemmten Schlaglöchern gar nicht zu reden. Aber ich komm sicher im Lake Bennet Wilderness Ressort an und bekomm sofort zu spüren, warum die Wildnis hier schon im Namen steckt. Ich bin der EINZIGE Gast heute. Durch den Sturm und die Überschwemmungen ist niemand anderer hergekommen. Wir sind also zu dritt hier: der Manager, der Koch und ich. Und ich hab daher auch Room Service und lass mir meinen ersten Barramundi – der hier am meisten gefangene Fisch – schmecken. Auch heut schlaf ich vor 8h ein – ein erlebnisreicher Tag. Und ob ich morgen nach Darwin weiterfahren kann, werd ich morgen sehen. Der Sturm und der Regen … aber jetzt schlaf ich mal schön – weil auch der Fernseher durch das Wetter seinen Geist aufgegeben hat.

16.2.11 11:38, kommentieren

14.2. – Fliegen und Fahren

Heut  – allen Damen, die das lesen, nachträglich alles Liebe zum Valentinstag – hab ich genug Zeit, es ganz gemütlich anzugehen. Meinen ersten Termin hab ich erst um 11h. Doch dazu später mehr. Nach einem kurzen Plantscherl im Pool und dem Koffer packen war ein ausgiebiges Frühstück angesagt. So richtig mit Eierspeis und Schinken, Toast, frischen Früchten im Müsli, Ananassaft und grünem Tee. UND: ich hab meine Liebe zur Erdnussbutter entdeckt – wer hätte das gedacht…J
Übrigens: auf besonderen Wunsch meines Vaters befindet sich jetzt bei allen Eintragungen in der Überschrift das Datum. Danke für den Tipp, Papa! ;-)
Danach noch ein paar Besorgungen in der einzigen Bäckerei und im Supermarkt von Jabiru, ein paar kleine Souvenirs gekauft – unter anderem eine Kroko-Handpuppe für meine Nichte Lisa, bitte nicht verraten;-) Und dann gings ab aufs Flugfeld! Ein süßer kleiner „Flughafen“ dieser Jabiru Airport.
Durch den Regen und eine Polizeiaktion wegen Drogen gab es ein wenig Verzögerung. Nein, bei mir haben sie nichts gefunden;-) Und gegen 1215h war es dann soweit: mit Clancy und seinem Helikopter und zwei weiteren Fluggästen, die extra aus Darwin angereist waren, ging es los zum Flug über den Kakadu Nationalpark.Ich links vorn neben dem Piloten. Ist schon extrem beeindruckend, von oben diese Weite zu sehen. Der Gagudju ist ca. 200km lang und 100km breit und misst damit ca. 20000km², das ist ungefähr ein Viertel von Österreich, wenn ichs richtig in Erinnerung hab.
Zuerst flogen wir an der Uran-Mine vorbei, die noch in Betrieb ist, und dann südlich Richtung Jim Jim Falls und Twin Falls, die der Umkehrpunkt sein würden. Allein der Flug in einem Hubschrauber mit ausgehängten Türen ist ein tolles Erlebnis. Und es war so richtig angenehm frisch da oben, ca. 25 Grad schätz ich. Über den Nourlangie Rock, Death Adder Creek, Dreaming Lightning und die faszinierende Landschaft des Parks kamen wir zuerst zu den Jim Jim Falls. Eine Wucht, kann ich nur sagen. Und auch Clancy meinte, dass durch die ausgiebigen Regenfälle der letzten Tage so viel Wasser wie selten zuvor die Wasserfälle hinunterschießt.  Das ist der Vorteil der Wet season: die Wasserfälle sind auch als solche erkennbar und mehr als das. Dafür kann man aber auch mit dem Geländewagen nicht zu ihnen vordringen. Während der Trockenzeit geht das, aber dafür sinds dann angeblich keine richtigen Wasserfälle sondern ziemlich mickrig. Die Twin Twin Falls waren fast noch schöner. Und zurück gings über das Escarpment, ein ca. 1000-1500 Fuß (also 300-500m) hohes Felsplateau, dass sich von hier bis weit ins Arnhemland hineinzieht. Durch ein paar Schluchten führte der Weg noch zu den Magela Falls und dann wieder zurück zum Flugfeld, wo gerade ein kleiner Regenschauer auf uns wartete. Alles in allem aber wars die beste Zeit zum fliegen heutJ
So, und nach dem Tanken – die Tankstellen und Ansiedlungen liegen hier doch so an die 50km auseinander – machte ich mich auf den Weg nach Katherine. Ca. 290km Fahrt. Für einen Australier ein Hupfer. Für den Europäer doch eine überdurchschnittliche Fahrt. Vor allem, wenn davon 200km Tropenregen herrscht. Und mit Tropenregen mein ich so einen richtig gscheiten Regen. Dafür in wunderbarer Landschaft. Faszinierend auch, wie wenig Verkehr es hier gibt. Ich starte hiermit ein kleines Ratespiel: wer errät oder der richtigen Zahl am nächsten kommt, wie viele Autos mir auf dem Kakadu Highway zwischen Jabiru und Pine Creek entgegengekommen sind, erhält ein kleines australisches Geschenk. Antworten bitte per Kommentar auf diesen Eintrag bis Ende Februar. Und für Yasmin: Bewohner Australiens sind leider vom Gewinnspiel ausgeschlossen;-)
Der Rest des Tages ist schnell erzählt: nach kurzer Suche hab ich meine Unterkunft hier – das All Seasons Ressort – gefunden. Recht nett, so kleine „Reihenzimmer“ nebeneinander mit Parkplatz direkt davor. Duschen und um 19h Bettruhe – so kanns auch gehenJ

4 Kommentare 16.2.11 11:34, kommentieren

der erste Tag im Gagudju (aborigine für Kakadu)

So, jetzt lieg ich genüsslich im Bett und hab Zeit zum Schreiben. Obwohl ich schon recht müd bin. Aber bei der Temperatur und Luftfeuchtigkeit kannst eh nix anderes machen:-)

War ein toller Tag heut. Hat damit begonnen, dass ich um 0530h aufgestanden bin und mich über den Kakadu Nationalpark kundig gemacht hab. Bin ja gestern schon um 9 schlafen gegangen, weil ich von der Fahrt und der feuchten Hitze doch ein wenig müd war. Dann vor dem Frühstück noch ein Sprung in den Pool und ein paar Längen gezogen. Das Frühstück war exzellent, inklusive Müsli mit frischer Kiwi und Maracuja.

Um 8h bin ich dann mit drei weiteren Gästen, einem Australier namens Pete und einem englischen Ehepaar zum Magela Creek aufgebrochen, nur knapp 15 Minuten von Jabiru entfernt. Wollt ja eigentlich die Ganztagestour machen, aber während der Regenzeit - auch jetzt grad gießt es wie aus Kübeln - sind leider einige Touren und auch Straßen gesperrt. Dann halt 3 Stunden auf dem Magela Creek. War traumhaft schön, wie im Märchen irgendwie. Halt wie in einem australischen Aborigine-Märchen.

Wir sind am Magela Creek angekommen und weiter wärs mit dem Auto auch nicht gegangen, weil die Straße 1,40m unter Wasser war. Gestern warens noch 2m und so wie es heut regnet werdens auch morgen wieder soviel sein. Aber morgen macht mir das nix aus - dazu später:-)

Also rein ins Boot und mit zwei Aborigine-Führern mitten durch den Urwald des Kakadu Nationalpark. Da war einiges sehr interessant, das ich gehört hab. Zb. dass die Aborigines ein eigenes Gebiet hier bewohnen, in das man nur mit einer speziellen Erlaubnis einreisen darf. Das ist so, damit die Gegend nicht von den Touristen überrannt und damit die Kultur zerstört wird. Jeder Clan ist auch für ein bestimmtes Gebiet verantwortlich und kümmert sich darum. In der Trockenzeit werden die Wälder teilweise abgebrannt, damit sie dann wieder besser wachsen und sich erneuern können. Und in der Regenzeit wie jetzt ist sowieso alles grün hier:-)

Hab auf der Tour auch mein erstes Krokodil live gesehen, aus ca. 5 m Entfernung. Hat sich im Wasser versteckt und laut Guide auf das eigene Nest aufgepasst. Überhaupt ist es schön zu spüren, wie sehr im Einklang mit der Natur die Menschen hier leben. Einer der Guides hat eine norwegische Mutter und einen Aborigine-Vater, spricht total gut englisch und ist trotzdem total verwurzelt hier, hat das Krokodil als Totemtier usw...

Nach der Rückkehr zum Hotel hab ich mich entschieden, trotz der großen Hitze eine kleine Tour mit dem Auto zu machen. Bin zum Bowali Visitor Centre und dann weiter zum Narwalandja, einem kleinen Felsmassiv. Ist schon super, wenn man das einzige Auto auf dem leeren Parkplatz parkt:-) Und dann durch die Wildnis auf den Felsen raufgeht, dabei ca. 2 Liter Flüssigkeit rausschwitzt, weil es so heiß ist, aber dafür mit einer tollen Aussicht auf den Nourlangie, einen kleinen Berg, und die Weiten des Kakadu belohnt wird. Der Nourlangie und ein kleiner Walk herum war dann auch der letzte Teil der heutigen Reise. War ca. eine Stunde auf dem Besucherpfad unterwegs, teilweise ein Bissl steil, aber kein Problem - nur heiß halt. Dafür bin ich mit wunderschönen Aussichten und Ansichten von Landschaft und Tieren belohnt worden. Die Fotos gibts übrigens unter http://www.facebook.com/home.php#!/album.php?aid=93055&id=1579803686 zu sehen - ist hier leider zu mühsam.

Daheim hab ich mich auf dem Zimmer abgekühlt - ich hab nie gewusst, dass ich einmal für die Erfindung der Klimaanlage dankbar sein werde - und dann noch ein paar Längen im Pool geschwommen. Und gerade als ich mich hinlegen will und ein wenig zu lesen beginne, kommt der Tropenregen. Dann war halt Ausruhen auf dem Zimmer angesagt und ein kleiner Skype mit meinem Bruder, seiner Freundin und meiner süßen kleinen Nichte:-))

Zum Abendessen war ich im Hotelrestaurant, angeblich dem besten der Stadt. Und das kann durchaus stimmen. Ja , ich gebe es zu: ich habe heute Känguruh gegessen. Genauer gesagt Känguruh und Büffel-Salat als Vorspeise. Und das Fleisch schmeckt wirklich sehr gut. Als Hauptspeise Huhn und nach dem Essen hab ich noch ein Stunderl mit dem englischen Ehepaar vom Vormittag bei einem Kaffee geplaudert.

War heute ein wirklich erlebenswerter Tag mit sooovielen schönen Eindrücken. Und morgen gehts weiter nach Katherine. Aber vorher gibts noch einen Hubschrauberrundflug über den Kakadu und zu den großen Jim Jim Falls und den Twin Falls;-))

4 Kommentare 13.2.11 14:37, kommentieren

Auf nach Jabiru

Weil ich ja noch meinen Koffer brauch, hab ich am Flughafen vorbeigeschaut und in der Minute wo ich angekommen bin, ist auch mein Koffer angekommen. Ohne dass der australische Zoll etwas beschlagnahmt hätte. Darüber wird sich vor allem Yasmin freuen glaub ich…J
Hab noch kurz in die SCS von Darwin geschaut – Casuarina Square – und mir dort doch die Canon G12 gekauft. Gunther Du hattest Recht: die Kamera ist ein Traum!
An den Linksverkehr hab ich mich inzwischen gewöhnt,  auch dass die Hebel für Blinker und Scheibenwischer die Seiten getauscht haben. Hatte am Anfang daher eine total saubere Windschutzscheibe. Naja, bei jedem Abbiegen haltJ Interessant ist auch, dass man beim Einfahren in den Kreisverkehr hier blinkt. Und zwar je nachdem, welche Ausfahrt man nehmen will (1. Ausfahrt links blinken, 2. Ausfahrt nicht blinken, 3. Ausfahrt rechts blinken). Und beim Verlassen klarerweise links.
Der Weg nach Jabiru, ins Herz des Kakadu National Park kann beginnen.  Zuerst mal muss ich sagen, dass die Australier sehr mutig sind. Tempolimit Freiland ist hier 110, aber nach Jabiru gibt’s gottseidank einen Highway. Allerdings schaut der nicht wie einer aus. Ist wie bei uns eine Bundesstraße, dafür aber mit kleinen Schlaglöchern im Asphalt;-) Und da darf man dann auch 130 fahren…
Knapp nach Darwin liegt mit Howard Springs die letzte „Stadt“ bevor man in die Weiten des „Wetland“ eintaucht. Warum es so heißt, zeigt sich vor allem jetzt in der Regenzeit. Alle paar Kilometer gibt’s Warnschilder „Floodway“. Da wird’s in ein paar Wochen ohne Allrad kein durchkommen geben. Faszinierend find ich einfach die Landschaft hier. Eukalyptusbäume und rote Erde zig-Kilometer weit.
Im Visitors Center für die Wetlands beim Adelaide River hab ich dann erstmals meine neue Kamera ausprobiert – ein Traum. Hoff ich komm bald zum Hochladen der Fotos… Kakadus aus nächster Nähe, Geckos sowieso und Termiten mit ihren kleinen und größeren Hügeln. Und natürlich die traumhafte Landschaft. Die Jumping Crocodile Tour am Adelaide River, anscheinend eine Touristenattraktion, hab ich nicht gemacht, wollt unbedingt schon weiter in den Nationalpark rein.
Die Raststationen sind jeweils ca. 50km auseinander. Dazwischen gibt’s nichts außer Natur. Und Raststation ist schon ein Bissl zuviel gesagt;-) eine davon ist das Bark Hut Inn.  Tankstelle und dabei eine Bar wie aus Crocodile Dundee. Aber genauso. Und beim Bestellen bei Charlie, dem Inhaber braucht man eine gehörige Portion Mut. Sieht so aus, als hätte er schon jede Menge Krokodile erlegt…mit bloßen HändenJ
Mein erstes Känguruh war leider ein totes, zusammengeführt auf der Straße. Aber nach und nach hab ich immer mehr am Straßenrand gesehen. Sind überhaupt nicht scheu.
Nach einem kurzen Abstecher in die Mary River National Park Lodge, wo die ersten Hinweisschilder vor Krokodilen warnen, bin ich dann nach Jabiru durchgefahren. Ein kleines Nest mitten in der Wildnis, ich glaub ca. 1500 Einwohner. Mein Hotel, das Gagudju Crocodile Holiday Inn ist toll, sowohl das Zimmer als auch der Pool. Bin dann eine ganz kleine Runde durch den Ort gegangen. Wollt noch eine kleine Wanderung machen, aber durch die Regenzeit sind die meisten Wege gesperrt. Daher gibt’s morgen auch nur eine kleine Bootstour, obwohl mich die Ganztagestour mehr interessiert hättL
Nach dem Spaziergang und Abendessen im Jabiru Social and Sports Club und ein paar Längen im Pool bin ich dann auf der Liege eingeschlafen. Hab von 7 bis halb 9 am Abend im Freien gemützt. Sooo schönJ))

Bilder stell ich übrigens nur auf Facebook, ist hier leider zu mühsam.

2 Kommentare 12.2.11 20:31, kommentieren

Frühstück in Darwin - noch immer ohne Gepäck

Frühstück in der Roma Bar an der Cavenagh Street. Erstens sehr gut und gaaanz viele unterschiedliche supertolle Sachen (Pancakes with banana & palm syrup, sago with coconut cream, palm syrup, grilled pineapple & dried papaya, ….) und zweitens kann so ein Frühstück auf der Terrasse schon was. Vor allem im Februar;-) Und endlich mal gratis Internet! Woran ich mich noch ein wenig gewöhnen muss, ist das gechlorte Wasser hier. Da lob ich mir unser Wasser in Österreich. Allerdings hat mich Gunther da ja schon vorgewarnt. Ist aber durchaus erträglich und nicht zu stark gechlort. Dafür ist der Orangensaft nicht gezuckert – schmeckt sehr gut.  14 AUD für ein Frühstück sind umgerechnet knapp 10 Euro – ist ganz ok. Lebensmittel sind hier generell teurer. Besonders schwer trifft mich, dass die Bananen so teuer sind – mehr als 5 AUD für das Kilo!
In der Früh hab ich den wunderschönen Tropenregen miterlebt – dafür geht’s jetzt wieder. Soll aber in den nächsten Tagen eher regnerisch bleiben . Für mich passts: es gibt ka schlechtes WetterJ
Hab den ersten chinesischen Drachentanz meines Lebens live hinter mir – ok, ich hab nur zugesehen – und schon ausgecheckt. Generell gibt es hier viele Asiaten und auch Aborigines. Hab irgendwie das gefühl, dass das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen hier nicht immer einfach ist...
Jetzt heißts dann noch Handy aktivieren, ein Kabel kaufen und dann zum Flughafen meinen Koffer holen – wenn er schon aus Brisbane eingetroffen ist.
Und dann: ab in die Wildnis – der Kakadu National Park wartet auf michJ

1 Kommentar 12.2.11 01:46, kommentieren

Singapur bis Darwin - nette Menschen und kleine Probleme:-)

Tja, der Flug von Singapur nach Brisbane war schon sehr nett. Zwei tolle Filme gesehen - "127 hours" und "RED" - und sehr angeregt mit Angela aus Bremen geplaudert - vielleicht sehen wir uns in Sydney wieder:-)

In Brisbane war ich dann VIP. Schon im Flugzeug bin ich ausgerufen worden, dass ich mich beim Bodenpersonal melden soll. Weil die Zeit zum Einreisen in Australien zu kurz war, hat mich eine sehr nette Dame durch alle Kontrollen geschleust, damit ich den Anschlussflug nach Darwin noch erreich. War super, der einzige Nachteil: in Darwin hab ich dann erfahren, dass mein Koffer erst morgen die Reise nach Darwin antritt...:-) was solls.

Hab doch ziemlich müde nach 34 stunden Reise meinen neuen Freund für die nächsten 5 Tage  in Betrieb genommen: einen blauen Holden Barina:-) Linksverkehr und Auotmatik, beides zum ersten Mal, auch interessant. Und dann noch die Hitze, bzw. ists seeeehr schwül. Aber super, mit vielen Palmen und gleich beim Parkplatz am Flughafen fliegen Kakadus:-) Die Unterkunft hab ich gleich gefunden - Mirambeena Travellodge Resort. Schönes großes Zimmer, eigener Pool - naja, nicht nur für mich;-) hab noch schnell eine kurze Hose und Flipflops und ein Handy gekauft, damit ich nicht vor Hitze vergeh und dann hab ich mal 3, 4 Stunden geschlafen:-)

Besonders dankbar bin ich meiner Mama, dass sie mir Schokobananen mitgegeben hat:-)

Und vor kurzem bin ich jetzt zurückgekommen von meinem spätabendlichen Spaziergang. Wollt unbedingt meine Zehen ins Meer halten;-) Ganz schön was los hier in Darwin - naja, es ist Freitag abend. So, jetzt ists genug für heute. Fotos folgen:-)

3 Kommentare 11.2.11 15:00, kommentieren